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Agile Führung - Selbstorganisation & Freiheit
08.08.2019 08:08
von Ira Rueder

Agile Leadership - Spirit & Haltung: 9 Insights agiler Top-Leader

ACADEMY 4 EXCELLENCE  |  Agile. Individual. Leadership. Coaching.

In der Führung kommen immer drei Dinge zusammen: Ihr Team, Sie selbst und die Situation. Daraus entstehen individuelle Szenarien, die sich nur bedingt übertragen lassen.

Starre Handlungsanleitungen sind deshalb wenig hilfreich. Mit einem Set an Führungskompetenzen hingegen können Sie in jeder Situation souverän, sicher, adäquat, flexibel, ziel- und lösungsorientiert handeln.

Zu führen bedeutet, Beziehungen zu gestalten. So lange die Beziehung zu Ihren Mitarbeitern stimmt, können Sie Hürden bearbeiten und aus dem Weg räumen. Ohne Beziehung hingegen stoßen Sie auf taube Ohren.

Heißt das nun, dass Sie Ihr Team im Laissez-Faire-Stil führen und nachgiebig auftreten sollten? Keineswegs! Das Geheimnis guter Beziehungen liegt vielmehr in Klarheit, Nachvollziehbarkeit und in gegenseitigem Vertrauen. Und zum Teil auch in Abgrenzung.

5 Meta-Kompetenzen für People Leader

Selbst-Bewusstsein

Zahllose Umfragen unter Mitarbeitern stellen Führungskräften ein schlechtes Zeugnis aus. Umgekehrt bewerten Führungskräfte ihre Arbeit positiv. Die unterschiedliche Bewertung entsteht daraus, dass Mitarbeiter und Führungskräfte die Führungsarbeit aus unterschiedlichen Blickwinkeln bewerten.

Eine Führungskraft eines Profit Centers etwa hat notgedrungen die Umsätze im Sinn. Dabei kann es leicht passieren, dass sich Mitarbeiter zu wenig gesehen und geschätzt fühlen.

Ist die Führungskraft nun inkompetent? Keineswegs. In der Kommunikation mit ihren Mitarbeitern profitiert sie davon, sich klarzumachen, was ihr Handeln steuert.

So gewinnt sie einerseits mehr Selbst-Bewusstsein und ist andererseits in der Lage, ihr Verhalten zu kommunizieren. Auch wenn Mitarbeiter nicht immer einverstanden sind, erhalten sie so doch wenigstens die Chance, die Entscheidungen ihrer Führungskraft nachzuvollziehen.

Reflexions-Kompetenz

Wer sind Sie? Was zeichnet Sie in Ihrem Inneren aus? Weshalb handeln Sie so und nicht anders?

Im Abschnitt zuvor ging es um Ihr Handeln. Reflektieren Sie ebenso Ihre innere Haltung und werden sich Ihrer Schwerpunkte bewusst. Was ist Ihnen wichtig?

Indem Sie sich diese Fragen beantworten, gewinnen Sie an Robustheit – und zwar immer dann, wenn andere Personen wie Ihre Mitarbeiter andere Bewertungskriterien an Ihre Arbeit anlegen als Sie selbst.

Andere haben eben einen anderen Blick auf die Welt als Sie. Dies zu akzeptieren ist wichtig, um sich aus der Befangenheit zu lösen. Mit diesem Maß an innerer Distanz kommen Sie in die Lage, zu jedem Zeitpunkt ziel- und lösungsorientiert zu kommunizieren. 

Selbst-Akzeptanz

Niemand ist perfekt. Obwohl es jeder weiß, tut es doch weh, die eigenen Schatten-Seiten zu akzeptieren. Manchen gelingt es. Andere kämpfen auf Dauer mit ihnen und fürchten, nicht gut genug zu sein. 

Das führt dazu, dass sie sich verstellen, um dem eigenen Ideal gerecht zu werden. Ein fataler Irrweg, denn sie wirken unglaubwürdig und wenig authentisch.

Sich selbst anzunehmen, beginnt damit, die eigenen Schwächen wahrzunehmen, sich also letztlich zu kritisieren. Dies ist jedoch nur der erste Schritt. Die eigenen Schwächen danach anzunehmen gelingt mit Humor und Lebensfreude.

Akzeptanz der Verantwortung

Wenn zwei sich streiten, haben beide ihren Anteil daran. Wenn die Kommunikation gut verläuft, ebenfalls.

Besonders wenn es zu einem Konflikt kommt, ist es wichtig, den eigenen Anteil zu erkennen und die Verantwortung dafür zu übernehmen: Welche Ihrer Verhaltensweisen haben zur heutigen Situation geführt? Was haben Sie getan? Was haben Sie unterlassen? 

Wenn Sie den Konflikt beilegen wollen, überlegen Sie bitte: Welche Punkte sind Ihnen so wichtig, dass Sie bei Ihrer Haltung bleiben? In welchen Punkten können Sie Ihrem Gegenüber einen Schritt entgegenkommen? Dies ist der erste Schritt in die Konfliktlösung. 

Kommunikationskompetenz

Kommunikationsfähigkeit meint die Kompetenz, zielorientiert und effektiv miteinander zu reden. Nur so wird das eigene Verhalten für andere nachvollziehbar.

"Miteinander reden" meint dabei mehr als "sprechen": Das Sprechen alleine ist zu einseitig. Ebensosehr kommt es auf das Zuhören und Beobachten an. Nur so gewinnen Sie die Chance, Ihre Reaktionen auf Ihren Gegenübern abzustimmen.

 

Quelle: Meta-Kompetenzen für die Führung, managerSeminare Heft 232, Juli 2017

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