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Die resiliente Organisation - was Unternehmen krisensicher macht
22.05.2020 08:05
von Ira Rueder

Die resiliente Organisation - was Unternehmen krisensicher macht

ACADEMY 4 EXCELLENCE  |  passion for people development

Resiliente Systeme – in diesem Beitrag in Form von krisenfesten Teams und Organisationen – zeichnen sich u.a. durch die Kombination aus hierarchischen Strukturen und Netzwerkstrukturen aus. Im Daily Business gibt eine solche Struktur den Beteiligten Sicherheit und in der Krise kann zudem schneller reagiert werden.

In dieser Kombination an Strukturen sind Organisationsgrenzen weniger starr und durch strikt definierte Zugehörigkeiten, Schnittstellen und Kommunikationsprozesse definiert, sondern viel mehr fluide, durchlässig und fließend. Das agile Mindset, welches Networks, Collaboration und Beziehungsmanagement in den Vordergrund stellt und das "Wie" der Zusammenarbeit immer wieder neu definiert, ist für resiliente Teams und Organisationen essentiell.

People Leader werden gleichzeitig Beziehungsmanager und stehen vor der Herausforderung, auch in Teams, die nur temporär zusammen arbeiten oder häufigen Wechsel der Mitglieder unterliegen, schnell eine geeignete und von Vertrauen geprägte Betriebstemperatur herzustellen.  Dabei müssen Führungskräfte den Balance-Akt zwischen "offen" und "abgegrenzt" hinbekommen, um die Produktivität und Qualität der Zusammenarbeit zu steigern.

Das mittlere Management steht währenddessen vor der Herausforderung, die Innovationsfähigkeit der Teammitglieder zielgerichtet zu fördern und ihre individuellen Potenziale umfassend abzurufen.

Leadership ist in der Zukunft also davon geprägt, Grenzen innerhalb und am Rande der Organisation kritisch zu reflektieren und nicht mehr in Abschnitten zu denken und Prozesskettenoptimierung anzustreben, sondern vielmehr eine interdisziplinäre Zusammenarbeit zu ermöglichen. Der ursprüngliche Auftrag, Strukturen zu optimieren und Schnittstellen zu koordinieren wird nun ergänzt um, oder sogar ersetzt durch, das Beziehungsmanagement, welches die Beteiligten lose koppelt und doch eng verbindet.

Eine Studie des Personaldienstleisters Hays verdeutlicht den zuvor genannten Trend in der Wissensarbeit: 87% der Befragten gaben an, dass ihre Tätigkeit erfordert, vernetzt und abteilungsübergreifend zu arbeiten, 62% der Befragten sind zudem der Meinung, die Zusammenarbeit in gemischten Teams - bestehend aus internen sowie unternehmensexternen Mitgliedern - fördere die Produktivität.

Wichtig dabei sind Räume und Strukturen, in denen eine solche Zusammenarbeit möglich ist. Wie viel Zeit wird benötigt, bis ein Mixed-Team aus "eigenen" Mitarbeitenden und externen Partnern produktiv zusammenarbeitet? Das hängt u.a. von den Räumen und Strukturen ab, wobei die Tücke oft im Detail liegt: Stehen schnell verfügbare Projekträume bereit, die längerfristig genutzt werden können? Wie rasch und reibungslos kann eine gemeinsame IT-Infrastruktur genutzt werden? Gibt es nützliche Wissensmanagement-Plattformen?

Wie schon zuvor beschrieben, werden People Leader zu Beziehungsmanagern. Ziel ist es, Konkurrenzdenken einzudämmen und zu vermeiden, dass die verschiedenen Unternehmenskulturen innerhalb eines gemischten Teams nicht das Wir-Gefühl und die produktive Zusammenarbeit behindern. 

Die Konsequenz aus "grenzenloseren" Organisationen ist demnach, dass sich der Gestaltungsspielraum von People Leadern weit über das eigene Team - gar das eigene Unternehmen - hinaus erstreckt. Dieser Spielraum geht bis auf Mitarbeitende und Strukturen, über die die jeweiligen Führungskräfte eigentlich keine Verfügungsgewalt haben, über. Worum es dabei immer häufiger geht ist letztendlich das Gestalten von Beziehungen - insbesondere in ambivalenten Situationen.

Die nebenstehende Abbildung verdeutlicht, welche Aspekte - neben der Kombination aus Netzwerk und Hierarchie - außerdem die Resilienz von Unternehmen steigern kann. Dabei werden jeweils die Ebenen Person, Team und Organisation betrachtet.

Besondere Relevanz haben dabei

  • gemeinsam geteilte Werte als Basis der Unternehmenskultur
  • ein transformationaler Führungsstil im Sinne einer Zusammenarbeit auf Augenhöhe
  • die Nutzung vorhandener Potenziale durch ein aktives Kompetenz- und Talentmanagement 
  • Widerstandskraft von Teams und Mitarbeitenden, um belastbaren und herausfordernden Situationen erfolgreich standzuhalten

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