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Play2Win: Die Bedeutung von Serious Games in agilen Unternehmen
10.10.2018 10:10
von Ira Rueder

Play2Win: Die Bedeutung von Serious Games in agilen Unternehmen

ACADEMY 4 EXCELLENCE  |  Agile. Individual. Leadership. Coaching.

Zuschauen, was die anderen tun? Im Spiel wird das nichts. Jeder Spieler ist mit seinem ganze Einsatz und seinem ganzen Potenzial gefordert, will er die gestellte Aufgabe lösen.

Das Lernen ergibt sich nebenher: Bei Erfolg wie auch bei Misserfolg sucht das Gehirn nach Ursachen und Zusammenhängen. Das tut es automatisch, ohne dass sich der Spieler bewusst darum kümmern müsste – oder sich dagegen wehren könnte. Einmal geködert, übernimmt das Gehirn das Ruder und gibt keine Ruhe, bis es eine Antwort gefunden hat.

Genau aus diesem Grund suchen die Spieler in den Pausen den Austausch. Nur selten lässt sich beobachten, dass sie versuchen abzuschalten. Ganz im Gegenteil: Sie diskutieren über ihre Lösungen und das Für und Wider.

Ein externer Beobachte könnte sehen, wie Menschen miteinander reden, die etwas erlebt haben. In einer Runde, die eine Frage abstrakt diskutiert, ist die Atmosphäre anders. 

Wie Spiele wirken

Planspiele sind so gestaltet, dass der Spieler eine reale Situation bewältigen muss, so vielfältig, sich ändernd und unlogisch wie die Wirklichkeit nun einmal ist. Er kann Wege und Lösungen testen und ausprobieren – ganz ohne Risiko.

Ein gutes Spielt versetzt den Spieler in eine realistische Entscheidungssituation. Er erlebt unternehmerische Zwänge. Spürt, wie sehr Kleinigkeiten eine große Wirkung haben können, und sieht, dass richtig oder falsch oft im Auge des Betrachters liegt. 

Ein Spiel auswählen

Ob Führungskompetenzen, strategische Entscheidungen, Teamentwicklung oder Stressabwehr: Planspiele gibt es inzwischen für jedes erdenkliche Szenario.

Angesichts der großen Auswahl ist es wichtig, sich über die eigenen Ziele klarzuwerden: Was soll erreicht werden und was muss vor dem Hintergrund ein gutes Spiel mitbringen?

Im Zusammenhang von komplexen Entscheidungen etwa bieten sich computerbasierte Spiele an, denn Computer sind in der Lage, die Gesamtheit der Spielzüge zu verarbeiten und die Konsequenzen zu errechnen. Für Manager sind solche Spiele deshalb besonders attraktiv.

Nicht immer müssen es jedoch technikgestütze Spiele sein. Brett- und Kartenspiele zeigen ihre Stärke in Verhaltenstrainings - siehe Delegation Poker.

Das Besondere hier ist, dass die Teilnehmer bei den Spielzügen ihrer Mitspieler anwesend sind. Der Fokus liegt in der Regel auf der Interaktion.

Achten Sie bei der Spielauswahl darauf, welche Rollen im Spiel vorgegeben sind, welche Freiheitsgrade die Mitspieler haben und in welche Entscheidungssituationen sie kommen. Bildet das Spielszenario Ihre Realität zufriedenstellend ab? Interessant ist außerdem die Frage, wie Interessen und Informationen verteilt sind.

Die Nachhaltigkeit steigern

Obwohl Spiele aufgrund ihrer Erlebnisorientierung von sich aus schon sehr nachhaltig sind, lohnt sich eine Transferphase. Die Reflexion über das Erlebte und Erfahrene vertieft den Lerneffekt.

Mehr zum Thema Spielen lesen Sie in der Studie "Playful Business", die das Zukunftsinstitut 2017 herausgegeben hat.

https://www.zukunftsinstitut.de/
 

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