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Selbstmarketing: Selbstbewusstsein stärken - "selbstbewusst" oder "selbst bewusst"?
01.01.2017 15:01
von Ira Rueder

Selbstmarketing: Selbstbewusstsein stärken - "selbstbewusst" oder "selbst bewusst"?

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Wie Sie Ihr Selbstbewusstsein stärken, ohne sich aufzublähen

Die meisten Menschen halten sich für ein bisschen schöner, schlauer und besser als sie tatsächlich sind. Aus der Sicht von Psychologen ist es ein Zeichen von Gesundheit, sich ein wenig zu überschätzen. Ein starkes Selbstbewusstsein stärkt die Motivation und hilft, Hürden zu meistern. Wir sind auf ein positives Selbstbild angewiesen, um unsere Innenwelt stabil zu halten.

Das Selbstbewusstsein zu stärken, ist deshalb rundheraus eine gute Idee. Problematisch ist ein aufgeblähtes Ego, das sich ständig im Wettbewerb zu seiner Umwelt fühlt. Stets will es besser sein, weshalb es unablässig seine Position verteidigen muss. Es ist ein einziger Konkurrenzkampf!

Der Umgang mit einem aufgeblähten Ego macht keine Freude. Es hat die Tendenz, seine Umwelt wegzubeissen. Doch das ist noch nicht alles.

Weshalb das aufgeblähte Ego sein Selbstbewusstsein stärken sollte

Der aufgedrehte Selbstdarsteller ist in Wahrheit ganz schön arm dran. Vier Gründe, weshalb er gut daran tut, sein Selbstbewusstsein zu stärken: 

Ständiger Vergleich:

Selbstdarsteller vergleichen sich ständig mit anderen. Ihre Gedanken richten sich auf das schon Bekannte und wie sie ihren Gegenspieler überbieten können. Hier ist wenig Platz für Originalität.

Permanente Verteidigung:

Laute Selbstdarsteller fühlen sich leicht angegriffen. Jedes kritische Wort werten sie sofort als Attacke. Einer Diskussion um die beste Idee oder Lösung ist ein Riegel vorgeschoben. Der Selbstdarsteller verharrt im Mittelmaß.

Werben um Aufmerksamkeit:

Im Gegensatz zu einem wahrhaft selbstbewussten Menschen verschwendet der Selbstdarsteller seine Zeit und Energie im stetigen Ringen um den Platz im Rampenlicht.

Ringen um Akzeptanz:

Das Buhlen um Anerkennung treibt oft merkwürdige Blüten: Auch die Selbstinszenierung als einsamer Held ist eine Variante. Andere passen sich bis zur Selbstentfremdung an, um geliebt zu werden. Beides drückt einen Mangel aus.

„Selbst bewusst“ statt „Selbstbewusst“

Weder sollten Sie Ihr Licht unter den Scheffel stellen noch den Lautsprecher stets bis zum Anschlag aufdrehen. Suchen Sie besser einen Modus, mit dem Sie gut leben können.

In unserer extrovertierten Kultur ist der laute Selbstdarsteller das Leitbild. Doch der ewige Wettkampf um dem Platz auf der Bühne hat einen Preis: Der ständige Vergleich mit anderen wirkt sich ungünstig auf die Lebenszufriedenheit aus. Die Dauerwerbung für sich führt zu Erschöpfung, Stress, Entfremdung, Burnout, Selbstisolation und Überforderung.

Selbstdarsteller sollten vom Gas gehen. Dies steht nicht im Widerspruch zur Empfehlung, das Selbstbewusstsein zu stärken. Der tatsächlich Selbstbewusste kennt seine Stärken und Schwächen und gewinnt daraus Ruhe. Er weiß, wann sich sein Engagement lohnt, und wann es besser ist, einen Schritt zurück zu treten.

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Quelle: Heiko Ernst, Das stille Ich, Psychologie heute, 10/2016, Seiten 20-23.

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