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Team-Spirit fördern - mit Moving Motivators & Delegation Poker
10.10.2021 10:10
von Ira Rueder

Delegation Poker & Moving Motivators fördern Transparenz & Teamspirit

ACADEMY 4 EXCELLENCE  |  passion for people development

Delegation Poker

Das Delegieren ist eine der wichtigsten und schwierigsten Aufgaben in der Führung. Der Delegation Poker erweist sich hier als effizientes Instrument: Er klärt die Erwartungen einer Führungskraft und die der Mitarbeiter – und zwar bei einer konkreten Aufgabenstellung. So hilft der Delegation Poker, Missverständnisse und Rückdelegation zu vermeiden. Das Spiel wurde entwickelt von Jurgen Appelo und basiert auf dem Führungskontinuum von Tannenbaum/Schmidt.

Wie funktioniert es? Das Spiel enthält sieben Karten, sie stehen für unterschiedliche Delegationsstufen:

  1. Anweisen: Ich weise an.
  2. Verkaufen: Ich entscheide, aber ich versuche, zu überzeugen.
  3. Konsultieren: Ich hole mir Meinungen ein und entscheide dann selbst.
  4. Vereinbaren: Wir treffen die Entscheidung gemeinsam.
  5. Beraten: Ich gebe Rat, lasse aber entscheiden.
  6. Erkundigen: Ich erkundige mich, nachdem die Entscheidung gefallen ist.
  7. Delegieren: Ich delegiere vollständig und muss nicht mehr informiert werden.

In der Grundform spielen Sie das Spiel so:

  • Jeder Mitspieler erhält ein vollständiges Kartenset.
  • Der Moderator oder die Führungskraft stellt eine zu vergebende Aufgabe vor.
  • Jeder Mitspieler wählt eine Karte, die ihm passend erscheint, wenn er die Aufgabe übernehmen sollte.
  • Erst wenn alle Spieler gewählt haben, werden die Karten aufgedeckt.

Jeder Spieler bekommt die Punktzahl, die seiner Karte entspricht. Die Spieler mit der geringsten und der höchsten Punktzahl werden aufgefordert, ihre Entscheidung zu begründen. Ziel des Spiels ist die höchstmögliche Delegation – jedoch ohne Übertreibung. Deshalb „gewinnt“ nicht die höchste Delegationsstufe, sondern die Stufe, für die sich eine Mehrheit entschieden hat. Das Spiel können Sie kostenfrei im Netz laden. Link: siehe unten.

 

Moving Motivators

Auch Moving Motivators stammt aus der Feder von Jurgen Appelo. Die Zielsetzung des Spiels ist, zu erfahren was die Kollegen motiviert, wie sie eine aktuelle Veränderung einschätzen, was jedem Einzelnen wichtig ist und was nicht.

Die konzeptionelle Grundlage bilden die 16 Lebensmotive nach Steven Reiss. Appelo hat diejenigen Motive ausgewählt, die im Business bedeutsam sind. Für jedes dieser Motive gibt es eine Karte.

  1. Anerkennung - Die Menschen um mich herum schätzen, was ich tue und wer ich bin.
  2. Wissbegierde - Ich möchte viele Dinge untersuchen, lernen und ausprobieren.
  3. Freiheit - Ich bin unabhängig von anderen, was meine Arbeit und Verantwortlichkeiten betrifft.
  4. Status - Meine Position ist gut und wird von den Mitmenschen anerkannt.
  5. Sinnerfüllung - Mein Ziel im Leben spiegelt sich in meiner Arbeit wider.
  6. Ehre - Meine persönlichen Werte spiegeln sich in der Gruppe wider. Das fördert meine Loyalität.
  7. Perfektionierung/Können - Meine Arbeit fordert meine volle Kompetenz. Sie bleibt jedoch im Rahmen dessen, was zu bewältigen ist.
  8. Ordnung - Um mich herum existieren Regeln und eine stabile Arbeitsumgebung. Dies gibt mir Sicherheit.
  9. Einfluss - Ich habe genügend Raum, um zu beeinflussen, was um mich herum geschieht.
  10. Verbundenheit - Ich habe gute soziale Kontakte mit den Leuten in meinem Arbeitsumfeld.

Der Spielablauf

Zu Beginn bekommt jeder Mitspieler ein vollständiges Kartenset. Suchen Sie sich am besten einen Raum mit einem ausreichend großen oder vielen kleineren Tischen. Jeder Mitspieler braucht genügend Platz, um die Karten vor sich in eine Reihe zu legen. Der Moderator erklärt das Spiel, die Karten und beantwortet mögliche Fragen. Eine empfehlenswerte Gruppengröße liegt bei zwei bis acht Mitspielern.

Phase 1

Jeder Spieler sortiert seine Karten von unwichtig nach wichtig und reiht sie von links nach rechts auf. So beschreibt er, was ihm in seinem Arbeitsumfeld wichtig ist. Die Spieler sollten sich auf ihr Kartenset konzentrieren, ohne bei den Nachbarn zu spicken. 15 Minuten sollten für die erste Runde genügen.

Daran anschließend erklärt jeder Mitspieler, weshalb er seine Karten so gelegt hat. Alle anderen dürfen zu seinem Platz kommen und Fragen stellen. Der Moderator macht sich eventuell Notizen und achtet darauf, dass nach zwei Minuten der nächste Mitspieler an die Reihe kommt. 

Phase 2

Der Moderator stellt nun eine wichtige Veränderung im Arbeitsumfeld vor, wie etwa die Einführung einer neuen Software, die Neuordnung des Teams, ein Umzug der Firma oder etwas anderes.

Jeder Mitspieler ist nun aufgefordert, zu entscheiden, ob die Veränderung einen positiven, keinen oder einen negativen Einfluss auf seine Motive hat. Bei einer positiven Veränderung schiebt er die Karte nach oben, bei einer negativen Veränderung nach unten. Motivatoren, die sich nicht verändert haben, bleiben am Platz. Zeit dafür: etwa 10 Minuten.

Die Veränderungen werden nun erneut besprochen, wobei jeder Mitspieler zwei Minuten Zeit bekommt.

Zum Ende sollte der Moderator die Ergebnisse zusammenfassen und dem Team vorstellen. 

Der Nutzen

Das Spiel soll das Verständnis füreinander stärken. Ein Richtig oder Falsch gibt es nicht. Für den Teamleiter oder die Führungskraft ist es außerdem wichtig zu wissen, wie er seine Mitarbeiter am besten einsetzt, wie er sie fordern und fördern kann und welche Wirkung eine angestrebte Veränderung auslöst. Sollten die Karten der Mitspieler kollektiv in Richtung „negativ“ wandern, ist der Gesprächsbedarf offensichtlich und ein Handeln notwendig.

Auch dieses Spiel gibt es kostenfrei im Netz. Linktipp: siehe unten.

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