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Zu schüchtern für die Bühne? Auftrittskompetenz ist lernbar!
04.04.2018 16:04
von Ira Rueder

Zu schüchtern für die Bühne? Auftrittskompetenz ist lernbar

ACADEMY 4 EXCELLENCE  |  Agile. Individual. Leadership. Coaching.

 

Das haben Sie bestimmt auch schon erlebt: Sie haben den Auftrag für eine Präsentation bekommen und sich gut vorbereitet. In Gedanken sind Sie Ihren Vortrag x-Mal durchgegangen. Sie haben sich den Rhythmus vorgestellt, Kunstpausen eingeplant und vielleicht sogar einen Scherz.

Jetzt stehen Sie vorne auf der Bühne. Ihr Publikum schaut Sie erwartungsvoll an. Und plötzlich ist alles anders.

„Verflixt! Dabei hab‘ ich doch alles getan!“

Nicht nur Sie spüren es. Auch das Publikum nimmt die leise Veränderung in Ihren Körperhaltung wahr: Ihre Schultern sinken leicht nach vorne. Ihre Mimik verrät Anspannung. Das Lächeln verrutscht. Eigentlich würden Sie jetzt gerne von der Bühne gehen.

Noch bevor Sie auch nur ein Wort gesagt haben, haben Sie Ihre Botschaft übermittelt. So menschlich die Regung, so fatal ist die Wirkung.

Was heißt hier Bühnenpräsenz? Unsere Ahnen lassen grüßen.

Ob Sie Ihre Zuhörer noch überzeugen können? Möglich, doch die Wahrscheinlichkeit ist gesunken. Ihr Publikum, vor allem Ihre Mitarbeiter, wünschen sich einen souveränen, starken Auftritt von Ihnen. Im digitalen Wandel wächst die Sehnsucht danach. Denn gerade im agilen Umfeld erleben Ihre Mitarbeiter, wie sich die Strukturen in unglaublichem Tempo verändern. Wo ein Arbeitsplatz noch vor wenigen Jahren Sicherheit und ein stabiles Einkommen versprach, stehen jetzt Selbstbestimmung, Eigenverantwortung und Flexibilität auf dem Plan. Das schafft Unsicherheit.

In dieser Situation sind Sie als Führungskraft der Leitstern. Manche gebrauchen das Wort „Rudelführer“. Das Sprachbild erinnert an die Steinzeit und das ist kein Zufall: Schon früher haben sich Menschen in bedrohlichen, unsicheren Situationen an demjenigen orientiert, der den Mut hatte, sich nach vorne zu stellen und die Richtung zu weisen. Nichts anderes bedeutet Bühnenpräsenz. Daran hat sich bis heute nichts geändert. So jemand schafft Sicherheit. Er überzeugt.

Sie – auf der anderen Seite – stehen vorne, ganz alleine. Der Platz ist unsicher. Am liebsten möchten Sie zurück ins Rudel, wo es sicher ist. Auch dies ist ein steinzeitliches Erbe. Viele sind überrascht, wenn sie sich erstmals auf einem Video sehen und erkennen, wie stark die Muster wirken.

Wenn Sie sich dessen nicht bewusst sind, senden Sie mit Ihrer Körpersprache irritierende Signale aus. Mit Ihren Worten sprechen Sie von Zuversicht, mit Ihrem Körper signalisieren Sie Furcht. Männer falten oft ihre Hände vor dem Körper oder fassen sich an die Nase. Frauen legen mädchenhaft ihren Kopf zur Seite. 

Bühnenpräsenz trainieren

Körpersprachliche Übungen sind sinnvoll, um ein Bewusstsein für die Zusammenhänge zu schaffen. Als isolierte Maßnahme sind sie wenig sinnvoll. Vielmehr kommt es bei der Bühnenpräsenz darauf an, das Denken zu verändern. Der Körper lügt nicht.

In dem Maße, wie Sie Ihre Einstellung zu Ihrem Publikum und zu Ihrem Auftritt ändern, verbessert sich Ihre Körpersprache fast von alleine. Der Körper folgt dem Kopf. Das Ziel ist erreicht, wenn Körper und das gesprochene Wort synchronisiert sind. Dann wirken Sie als Führungspersönlichkeit auch auf der Bühne überzeugend.

Es kommt darauf an, das Denken zu verändern.

Verändern wir unser Denken, ergibt sich der Rest fast von selbst, denn der Körper folgt dem Kopf. Wenn Körpersprache und gesprochenes Wort synchron sind, wirken wir als Führungspersönlichkeit überzeugend.

7 Empfehlungen für einen kraftvollen Auftritt

Wie gelingt die Veränderung? „Keiner beginnt bei Null. In unseren Trainings schauen wir uns an, was bereits gut funktioniert und was wir verstärken können. Wir geben theoretischen Input und üben praktische Situationen im Berufsalltag“, berichtet Ulla Wiegand von CHANGE 4 SUCCESS. Also doch Theorie und Know-How zur Körpersprache? „Ja“, erklärt die Trainerin, „als Ergänzung. Wenn wir für etwas sensibilisiert sind, können wir darauf achten und es verändern. Wir können es üben, bis es zur Gewohnheit wird.“

Legen Sie los:

  1. Betont sprechen.
  2. Die Füße hüftbreit stellen.
  3. Die Hände in den Hüften anwinkeln.
  4. Die Handinnenflächen sollten tendenziell sichtbar sind. Offene Hände wirken verbindend.
  5. Den Augenkontakt zu den Zuhörern suchen.
  6. Für Frauen: den Kopf gerade halten. Für Männer. Bitte die Hände nicht vor dem Körper falten.
  7. Nicht hinter dem Rednerpult verstecken: Zeigen Sie sich - sein Sie offen und transparent

Gerade im digitalen Zeitalter werden Menschen von Menschen bewegt. Und: Es gehört eine Portion Mut dazu, auf die Bühne zu treten.Gleichzeitig lohnt es sich: Nichts anderes offenbart die Haltung zur Umwelt auf so direkte Weise. Sich mit der Bühne vertraut zu machen, verändert die Kommunikation grundlegend, weil die Auseinandersetzung mit der inneren Haltung einen sehr entscheidenden Anteil hat.

Bühnenpräsenz ist eine Schlüsselkompetenz für Führungspersönlichkeiten - vor allem in Transformationsprozessen.

Ulla Wiegand war lange im Führungskreis eines internationalen PR-Netzwerks tätig, dessen Arbeitsschwerpunkt PR für Führungspersönlichkeiten ist. Sie hat über 20 Jahre Berufserfahrung als Coach, Trainerin und Supervisorin.

Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf Leadership Communication, denn je technischer das Umfeld, desto mehr zählt das Persönliche: „Menschen werden immer noch von Menschen bewegt“, sagt Ulla Wiegand. „Das gelingt um so besser, je glaubwürdiger die Persönlichkeit ist, wirkt und kommuniziert.“

Zum Seminar: Auftrittskompetenz: Charisma. Haltung. Wirkung.

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