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Zukunftsfähigkeit & organisationale Resilienz - welcher Lebensstile bedarf es?
22.05.2020 11:05
von Ira Rueder

Zukunftsfähigkeit & organisationale Resilienz - welcher Lebensstile bedarf es?

ACADEMY 4 EXCELLENCE  |  passion for people development

Menschen gehen unterschiedlich mit Krisen um - einige schaffen es sogar, in solchen Situationen noch produktiver zu werden und Spitzenleistungen zu erbringen. Sie werden dann zu strategischen Planern, Impulsgebern und Machern.

In Zeiten des ständigen Wandels und in Krisensituationen werden genau solche Menschen gebraucht. Demnach ist es wichtig, erkennen zu können, welche Lebensstile diese Personen auszeichnen, um mit ihnen die organisationale Resilienz in herausfordernden Situationen zu stärken.

Das Zukunftsinstitut hat 18 maßgebliche Lebensstile unserer aktuellen Gesellschaft identifiziert und beschrieben. Wir haben sie in diesem Artikel zusammengefasst, damit Sie sich mit ihnen vertraut machen können, um in Krisenzeiten weiterhin produktiv zu sein. 

Folgende sechs Lebensstile sind jene, die in herausfordernden Situationen einen kühlen Kopf bewahren:

  • Vorwärtsmacher
  • Golden Mentor
  • Party-Hopper
  • Moderner Nomade
  • Digital Creatives
  • Sinn-Karrierist

Der Vorwärtsmacher

Der Lebensstil des "Vorwärtsmacher" zeichnet sich durch eine starke Umsetzungskraft aus, häufig handelt es sich dabei um proaktive Gestalter von Gesellschaft, Politik oder Wirtschaft. Als "Ass im Ärmel" werden sie häufig in scheinbar ausweglosen Krisensituationen herangezogen, um doch noch alles zum Guten zu wenden. Für Vorwärtsmacher stellen Krisen persönliche Herausforderungen dar, die vielmehr ihren Ehrgeiz entfachen, als dass sie einschüchtern. Personen mit diesem Lebensstil wollen Change vorantreiben und etwas bewirken, wobei das Ergebnis und die Kreativität im Vordergrund stehen. Auch wenn sie keine Fachexperten sind, denken sie in großen Visionen und setzen sich für jene Expertinnen oder Experten ein, die ihre innovativen Ideen umsetzen.

Vorwärtsmachen sind demnach eine Art "Vertriebler", die z.B. komplexe Forschungsergebnisse der Allgemeinheit zugänglich machen oder Innovationen, die aus Krisen entstanden, auch langfristig in der Organisation etablieren. Auch wenn die besten und neuartigsten Ideen nicht immer von ihnen stammen, können sie diese sehr gut identifizieren und wissen um deren Verbreitung innerhalb des Unternehmens.

Der Golden Mentor

Erst die Fakten analysieren, um dann mit ruhigem Gemüt und kritischem Blick Probleme zu lösen, statt unüberlegte Entscheidungen zu treffen - das ist der Golden Mentor.

Personen mit diesem Lebensstil sind neugierig, täglich etwas Neues zu lernen. Sie sind gut darin, Entscheidungen zu treffen, da ihr Geist flexibel ist und sie Kontexte und den Zeitgeist verstehen.

Demnach ist der Golden Mentor unabdingbar in der aktuellen VUCA Welt - insbesondere in Krisensituationen. Durch seine Besonnenheit und einen ausgeprägten Orientierungssinn identifiziert er auch in herausfordernden und komplexen Situationen Wege raus aus der Krise und hinein in die Produktivität.

Der Party Hopper

Party Hopper zeichnen sich durch eine hohe Spontanität in diversen Lebensbereichen aus - Change ist also eher der Normalzustand als die Ausnahme. Ihre Bereitschaft, Risiken einzugehen und Dinge "einfach mal auszuprobieren", macht sie in Krisenzeiten zu wichtigen Organisationsmitgliedern.

Für Personen mit dem Lebensstil des Party Hoppers ist es selbstverständlich, festgelegte Normen und Regeln kritisch zu reflektieren und auch mal "um die Ecke zu denken". Gerade Organisationen im Umbruch profitieren von der Leichtigkeit und dem Optimismus solcher Personen, was ansteckend auf andere Mitarbeiter wirken kann. Party Hopper fokussieren dabei den Spaß am Gestalten und das Abenteuer des Unbekannten - ihr Selbstbewusstsein hilft ihnen dabei.

Dadurch, dass sie nach Unabhängigkeit streben, sollten Organisationen dafür sorgen, dass sie mit spannenden Projekten versorgt sind und ihnen genügend Autonomie gewähren, eigene Ideen zu entwickeln.

Der moderne Nomade

Auch wenn Krisen seine physische Mobilität einschränken - seine weltoffene und neugierige Haltung kann dem modernen Nomaden nicht genommen werden. Personen mit diesem Lebensstil lieben die Freiheit und binden sich nur ungern an Organisationen, da dies die Abwechslung einschränkt. Der modernde Nomade arbeitet von überall aus, sei es am Strand, in der Bahn, im Flieger oder im digitalen Home Office - er ist demnach extrem anpassungsfähig und für Organisationen sehr kurzfristig einsetzbar.

Krisen sind für solche Menschen eine berufliche Challenge, nach deren Bewältigung ein neues Entwicklungslevel erreicht werden kann. Starre Denkmuster behagen ihnen nicht - mutiges Vordenken umso mehr. Deshalb mögen moderne Nomaden auch Krisen so gern, da dann das normale Alltagsgeschäft an seine Grenzen gerät und neue Wege gedacht und gegangen werden müssen. Ihre neuartigen Ideen werden dann als wertvoll und gewinnbringend geschätzt, was sie sogar an ein Unternehmen binden kann. Verfallen die Kollegen jedoch wieder in den Alltagstrott und in veraltete Denkmuster, sind Menschen dieses Lebensstils schnell bei einer neuen Organisation. Schaffen Unternehmen jedoch, sie zu halten, können sie von der ganzheitlichen, globalen und optimistischen Haltung und der spielerischen Herangehensweise der modernen Nomaden in Krisenzeiten profitieren.

Der Digital Creative

Digital Creatives lieben die digitalisierten Welt. Sie haben den Umgang mit Komplexität im Blut und können sich flexibel und schnell an neue Situationen anpassen. Menschen dieses Lebensstils begreifen komplexe Zusammenhänge schnell, übernehmen Verantwortung, denken in Lösungen statt in Problemen und arbeiten gern im Team. Sie sind stets auf der Suche nach neuen Dingen, die sie lernen können - denn wer stillsteht hat verloren. Krisen stellen für sie viel mehr neue Lernsituationen dar, statt dass sie Unbehagen auslösen. 

Ihr geübter sowie kreativer Umgang mit den neusten digitalen Technologien, kommt Organisationen in Krisen - wie beispielsweise der aktuellen Corona-Krise - zugute. Digital Creatives bringen dann schnell ihre Ideen ein, sind jedoch auch offen dafür, andere neue Wege zu gehen, wenn sie dies als sinnvoll erachten. In Krisen sollten sie deshalb genau dort eingesetzt werden, wo die Entscheidungen getroffen werden und wo das Unternehmen resilient und zukunftsfähig aufgestellt wird.

Der Sinn-Karrierist

Sinn-Karrieristen wissen genau, auf was es im Leben ankommt. Menschen mit diesem Lebensstil haben aus verschiedenen Krisen bereits ihr Resümee gezogen und gehen deshalb reflektiert an verschiedene Lebenssituationen heran. Krisen bringen Sinn-Karrieristen deshalb nicht aus dem Konzept. Vielmehr können auch Kollegen von ihren Kompetenzen profitieren. 

Besonnen beachten Sinn-Karrieristen in Krisen sowohl die sozialen Anliegen der Mitarbeitenden als auch die wirtschaftlichen Ziele der Organisation. Menschen mit diesem Lebensstil erfüllt es, das Beste für sich selbst und für andere zu ermöglichen - Selbstverwirklichung und soziales Engagement stehen bei Ihnen nebeneinander statt in Konkurrenz zueinander.

Dadurch, dass sie überzeugt hinter ihren Werten stehen, treiben sie auch einen Wertewandel in der Wirtschaft voran. Ihr starker innerer Antrieb, aus der Krise heraus Neues und Gutes zu entwickeln, steckt auch andere an. Sinn-Karrieristen sind durch ihre starke Überzeugung und Zielstrebigkeit "wie ein Fels in der Brandung", der anderen Sicherheit und Orientierung gibt und Ruhe ausstrahlt. Gleichzeitig brauchen Menschen mit diesem Lebensstil auch regelmäßig Momente für sich und ruhige Rückzugsorte, an denen sie neue Kraft tanken können.

 

Quelle

  • https://www.zukunftsinstitut.de/fileadmin/user_upload/White_Paper_HR_Krisenresiliente_Lebensstile.pdf

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