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Speed Up your Change - mit agilen Umsetzungshelden den Wandel voran bringen
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Wie viel Zeit braucht ein Change? Veränderung braucht Zeit, heißt es. Menschen müssen sich an neue Umstände gewöhnen. Doch manchmal fehlt die Zeit dazu. Die Märkte und mit ihnen die Anforderungen an Unternehmen verändern sich so schnell, dass ein Abwarten nicht zu rechtfertigen ist.
Wie gelingt eine schnelle Transformation?
Schnelle Fahrt, kontrollierte Pausen
Vielleicht haben Sie eine solche Situation selbst schon einmal erlebt: Sie haben einen neuen Job angenommen und sind in eine fremde Stadt gezogen. Intuitiv wissen Sie: Es gibt kein Zurück.
Selbst wenn Sie Ihren alten Arbeitsplatz wieder einnehmen würden, Sie wären nicht mehr derselbe. Ihre Umgebung hätte sich ebenfalls verändert.
Es gibt nur eine Richtung: voran.
Sie sind also in der neuen Stadt und versuchen, sich in Ihr neues Leben einzufinden. Was nicht alles auf sie einströmt! Ihr neuer Arbeitsplatz mit den Kollegen, den Aufgaben, der Atmosphäre, den internen Netzwerken und den mehr oder weniger offen ausgesprochenen Spielregeln. All das fordert, doch es geht noch weiter: Den vertrauten Einzelhändler an der Ecke, bei dem Sie abends noch etwas bekommen konnten, gibt es für Sie nicht mehr und auch einen neuen Lieblingsitaliener müssen Sie sich erst suchen.
Zu allem Überfluss passieren dann auch noch die unerwarteten Dinge: Der Telefonanschluss lässt auf sich warten. Die Internetverbindung erweist sich als schwächer als gedacht. Und als Tüpfelchen auf dem I signalisiert Ihnen Ihr Wagen, dass er dringend in die Werkstatt will.
Muss das jetzt sein?
Ihnen schwirrt der Kopf. Atem holen wäre toll.
Doch Pausen gibt es nur am Abend.
Tempo hat auch etwas Gutes
Im Unternehmen ist es nicht viel anders. Auch hier ist der Change alles andere als eine geordnete Bewegung auf einer gut ausgebauten Straße.
Aus dem Lehrbuch kennen Sie den klassischen Change-Verlauf und seine emotionalen Kurven nach dem Muster „Unfreeze – Change – Refreeze“ wie ihn der Sozialpsychologe Kurt Lewin entwickelt hat. Sie wissen von den acht Stufen, vom Schock, über die Verwirrung, Verweigerung, rationale Akzeptanz, emotionale Akzeptanz, Neugier, Ausprobieren bis hin zur Integration in den Alltag.
Doch jetzt müssen Sie im Schnelldurchlauf durch den Prozess. Agilität und Adaptivität sind daher gefragt.
Zum Glück müssen Sie den Wandel nicht alleine bewältigen. In jedem Change gibt es sie – die agilen Umsetzungshelden. Gemeint sind Schlüsselpersonen, die den Wandel voranbringen. Sichern Sie sich ihre Unterstützung.
Halten Sie Ausschau im Top-Management ebenso wie auf der Führungsebene der zweiten und dritten Hierarchie. Suchen Sie sich Personen, die vom Wandel überzeugt sind und ihn leben. Sie sind Multiplikatoren mit Vorbildwirkung.
Machen Sie zugleich in Richtung Ihrer Mitarbeiter die Dringlichkeit und den Nutzen der Veränderung deutlich. Wenn Sie wenig Zeit haben, ist es noch wichtiger als sonst, ziel- und lösungsorientiert, pragmatisch und effizient an der Umsetzung zu arbeiten.
Versuchen Sie deshalb keinen großen Wurf. Kommen Sie lieber mit kleinen, experimentellen Schritten voran.
Das hohe Tempo hat übrigens auch eine gute Seite: Es bewahrt Sie vor Grübeleien und der Sorge vor möglichem Scheitern. Dafür haben Sie gar keine Zeit. Bleiben Sie konzentriert und arbeiten zügig.
Sieben Tipps für die beschleunigte Transformation
- Reduzieren Sie die Anzahl der Beteiligten: Wer muss wirklich mit?
- Konzentrieren Sie sich und arbeiten mit den Kompetenzen, mit denen Sie sich sicher fühlen. Versuchen Sie nicht auch noch, sich neue Kompetenzen anzueignen. Das Risiko eines Scheiterns würde steigen.
- Pausen sind wichtig – gerade dann, wenn Sie schnell unterwegs sind. Schaffen Sie Auszeiten, um Atem zu holen.
- Aufgaben beanspruchen immer so viel Zeit, wie man für sie zur Verfügung stellt. Überlegen Sie, wie viel Zeit Sie freigeben wollen.
- Denken Sie nicht in Aufgabenpaketen, sondern in Verantwortungspaketen. Delegieren Sie Verantwortung und übertragen den Mitarbeitern Ergebnisverantwortung.
- Machen Sie sich die Ressourcen Ihres Teams klar und wählen die Bereiche, in die Sie Tempo bringen wollen.
- Sorgen Sie dafür, dass alle in Ihrem Team schon vor dem Start die Route in ihrem grundsätzlichen Verlauf kennen: Was wird in welcher Reihenfolge gemacht? Wie greifen Methoden und Konzepte ineinander? Hier muss absolute Sicherheit herrschen – nicht für die gesamte Wegstrecke, aber für die Teile.
Literaturtipp: „Umsetzungsmanagement. Wieso aus guten Strategien und Veränderungen häufig nichts wird.“ Matthias Kolbusa. Springer Gabler. Wiesbaden. 2013.